Webkatalog

Start | Seite eintragen | Top Hits | Neue Einträge | Neue Artikel | Spiele | Sitemap | Kontakt


geschrieben am: 06.01.2008Peking - die pulsierende Stadt

Wer gerne eine Metropole der Gegensätze kennen lernen möchte, ist in Peking genau richtig aufgehoben. Wir haben Peking bewusst in der kommunistischen Feiertagswoche besucht, nicht wegen der politischen Auffassung, sondern weil die Stadt dann etwas ruhiger in ihrer Art zu genießen ist. Auch der blaue Himmel kann in dieser Zeit etwas häufiger durchschimmern als an normalen Arbeitswochen.

Die Kommunikation, ohne chinesische Kenntnisse, war zumindest noch 2006 etwas schwer. Den meisten Chinesen ist es nicht erlaubt Englisch zu lernen, dazu gehören auch die Taxifahrer. Taxi fahren, die einfachste Methode um in Peking von A nach B zu kommen. Es ist sehr günstig, einziger Nachteil ist die schwierige Kommunikation zwischen Tourist und Taxifahrer. Seien Sie nicht überrascht wenn sie zum „Antikmarkt“ wollen und aufgrund der ihrer schlechten chinesischen Aussprache auf einmal beim „Fischmarkt“ landen. So etwas ist mir nicht nur einmal passiert.

Am zweiten Tag habe ich eine Radtour durch Peking gemacht, wenn Sie das vorhaben sollten Sie keine große Angst und vor allem Gottvertrauen haben. Zwischen hunderten von Radfahren, Autos und uralten Bussen kann es einen schon mal Angst und Bange werden. Allerdings wurde mir versichert, dass für Touristen schon eher gebremst wird. Diese Aussage beruhigte mich, also habe ich mich voller Mut und Zuversicht auf das Fahrrad geschwungen, immer bedacht zwischen der Gruppe und mir keinen allzu großen Abstand entstehen zu lassen. Nachdem wir einige Straßen mit 8 Fahrbahnen unfallfrei überquert hatten sind wir in die Houtongs gelangt. Die Houtongs sind die traditionellen Wohnviertel von Peking, hier haben Autos keine Möglichkeit durchzufahren. Leider fallen die Houtongs mittlerweile dem ständigen Drang Pekings in die Höhe zu wachsen zum Opfer. Diese Stadt ändert sich täglich, immer mehr Wolkenkratzer schießen aus dem Stadtbild heraus. Die Radtour endete an einem angelegten See, mit Restaurants und Cafes rund um den See, hier ist endlich einmal eine Ruheoase. Bis auf den fast Unfall mit einem Bus, der noch ca. 50 Zentimeter mit einer Vollbremsung vor mir zum stoppen kam, war die Radtour ein großer Erfolg.

Einkaufen in Peking ist ein einzigartiges Erlebnis. Die meisten Straßenmärkte wurden mittlerweile für das schönere Stadtbild in 7-8 Stockwerk hohe Betoneinkaufstempel untergebracht. Auf ca. jeder Etage sind hunderte von Minigeschäften untergebracht die dafür aber fast alle das gleiche verkaufen. Wenn Sie den Sport Feilschen ausüben wollen, sind sie z. B. im „Silkmarket“ genau richtig. Die Nachlässe zwischen 10 – 1000 % sind schon recht variabel gehalten, allerdings brauchen Sie auch Geduld. Es gibt selbstverständlich auch noch in den Vororten Lebensmittelmärkte, hier finden Sie alles über Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch. Oft sind die Tiere auch noch lebendig die zum Kauf angeboten wurden, diese Märkte sind für Zartbeseidete allerdings nichts. Wenn Sie in die Fleischabteilung kommen, bei dem Markt den ich besuchte war diese hinter einer blutverschmierten PVC Schwenktür, der Geruch der mir entgegenkam inspirierte mich kulinarisch jedenfalls nicht. Mit einem schweren Schlucken und den Worten, „ich muss hier raus“, war ich auch nur ca. 3 Sekunden in der Fleischabteilung. Auch in Supermärkten gab es einiges was ich nicht wirklich gerne auf dem Tisch haben möchte, es gibt eigene kleine Becken für Frösche oder Kröten, lebendig natürlich, es geht nichts über frische in diesem Land. Allerdings roch es im Supermarkt besser, somit hatte ich die Möglichkeit andere chinesische Produkte zu testen.

Ich zog es dann doch vor Abend essen zu gehen, Sie haben die Welt zur Auswahl. Am ersten Abend war ich brasilianisch essen, in der Woche kamen noch russisch, chinesisch (mit leckeren Fischköpfen), afrikanisch, koreanisch und italienisch hinzu. In Peking kann man in zwei Welten leben, wenn Sie möchten können Sie auch einfach in der internationalen leben. Viele die in Peking arbeiten machen das auch, abgeschottet von der chinesischen Unterschicht. Es gibt auch super Discos in der Stadt, eine eigene Musikszene und viele junge Chinesen die es verstehen zu feiern und zu unterhalten.

Um alle Sehenswürdigkeiten von Peking bestaunen zu können ist eine Woche Aufenthalt schon angebracht. Von der verbotenen Stadt, über den Sommerpalast, den tibetischen Tempel bis hin zur chinesischen Mauer und dem vielen anderen kleinen Schönheiten der Stadt ist man ab und an geblendet wie schlecht es vielen Chinesen unter ihrer Regierung geht. In Peking leben alleine 3 Millionen Wanderarbeiter welche in Zelten neben den hunderten Baustellen schlafen, Taxifahrer die in ihrem Taxi schlafen. Beide verdienen nur ca. 50 Euro im Monat, im Gegensatz zum Arbeiter können Sie jedem Taxifahrer mit etwas Trinkgeld ein wenig unterstützen. Eigentlich ist es den Taxifahrern verboten Trinkgeld anzunehmen, aber ich versichere Ihnen dass sich alle freuen.

Ich bin gespannt wie sich die Stadt zu den Olympischen Spielen präsentieren wird, es wurden extra „Benimmlehrer“ von der Regierung installiert. Diese soll die Bevölkerung davon abhalten überall hinzu spucken oder sich anständig in einer Reihe anzustellen. Ich kann Ihnen jedenfalls eine Reise nach Peking empfehlen, es ist ein Erlebnis welches sie nicht vergessen werden. Auch die Unterkünfte sind von den Preisen variabel, von ganz bescheiden bis Luxus ist alles möglich, und somit auch für jeden Geldbeutel etwas dabei.


      

Suche

Google

Statistik

Kategorien:16
Subkategorien:618
Einträge:1230
Premium Einträge:6
Nicht bestätigt:21
Wartend:6
Heute:0
Gestern:3
Letzte 7 Tage:11



0-9  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z